Genomics

Jede Zelle des menschlichen Körpers enthält das Genom einer Person. Das gilt auch für eine Tumorzelle, nur dass hier durch bestimmte Einflüsse kleine oder große Veränderungen in das Genom eingebaut wurden. Um die zugrundeliegenden Auslöser einer Krankheit zu erkennen, ist es wichtig, diese bei jedem Menschen individuellen Veränderungen zu identifizieren, um individuelle Therapieansätze für jeden einzelnen Patienten bereit stellen zu können.

Das vorrangige Ziel aller Entwicklungen am TRON ist das Patientenwohl. Dies motiviert uns, den neuesten Wissensstand und die aktuellsten Erkenntnisse aus unserer Forschung zukünftigen Studien zur Verfügung zu stellen. Dies erreichen wir durch die Kombination verschiedener “Next Generation Sequencing” (NGS) Ansätze, die das Auslesen der DNA bzw. des Genoms im Hochdurchsatzverfahren ermöglichen. Dies erreichen wir durch eine Kombination aus Exom-Sequenzierung, RNA-Seq, miRNA-Seq, Targeted Resequencing und/oder T-Zell-Rezeptor-Sequenzierung.

Die Funktionseinheit NGS befasst sich mit der Etablierung von neuen Protokollen und Verfahren zur Hochdurchsatzsequenzierung. Unsere Wissenschaftler haben hierfür speziell angepasste Protokolle zur Probenvorbereitung für die Sequenzierung auf unseren Illumina Plattformen (NovaSeq 6000, HiSeq 2500, MiSeq) und Oxford Nanopore Technologies (MinIon) entwickelt. Gemeinsam mit der Gruppe Clinical Cancer Genomics werden die Methoden zur Analyse multizellulärer Proben auf die neuesten Technologien der Einzelzellgenomik angepasst.

Die Funktionseinheit Medical Genomics stellt die Core Facility des TRONs für jegliche NGS-basierten Projekte dar. Hierbei haben wir uns auf die Sequenzierung von besonders schwierigen Proben spezialisiert wie z.B. Formalin-fixierte und in Paraffin eingebettete Gewebeproben (FFPE). Alle von uns etablierten Methoden werden in Standardarbeitsanweisungen überführt und in das firmeninterne Qualitätssicherungssystem implementiert.