Präklinische Modelle

Die in vivo-Untersuchung immunologischer Mechanismen ist ein zentraler Teil der translationalen medizinischen Forschung. TRON stellt eine integrierte Pipeline für alle Phasen von in vivo-Studien, von der Planung der Experimente bis hin zur Analyse der Ergebnisse, zur Verfügung. Wir verwenden modernste Analysewerkzeuge zur Generierung wichtiger experimenteller Daten für die Entwicklung zukünftiger klinischer Anwendungen.

Alle bekannten in vivo-Techniken können am TRON in Zusammenarbeit mit den zentralen Einrichtungen der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz durchgeführt werden. Unsere in vivo Imaging-Abteilung verfügt über in vivo-Lumineszenz- und Fluoreszenztechnologien. Wir konzentrieren uns außerdem auf die Weiterentwicklung der Methoden und erweitern fortlaufend unser Spektrum an Technologien und Dienstleistungen. Ein Beispiel hierfür ist die Entwicklung der intralymphatischen RNA-Injektion, die mittlerweile routinemäßig angewendet wird.

Zwei besonders wichtige Forschungsthemen am TRON sind die in-vivo-Untersuchung der Effizienz von T- und B-Zell-Impfstoffen sowie die Entwicklung und Charakterisierung von Tumormodellen. Wir erforschen die Eignung von Nanopartikel – und Liposom-Formulierungen als Tumortherapeutika und für die in vivo-Aufnahme kodierender RNA.

Wir setzen außerdem transgene Modelle der nächsten Generation ein, die speziell auf die Anforderungen der translationalen Medizin ausgerichtet sind. Um verbesserte physiologische Modelle zu entwickeln, verwendet unser Forschungsteam die folgenden Modelle und Technologien: Knock-in- und Knock-out-Modelle, BAC (bakterielles artifizielles Chromosom), rekombinasevermittelte und sogenannte Tet-on- und Tet-off-Technologien. Die Untersuchung transgener Modelle am TRON verbindet modernste Informationstechnologien mit molekularbiologischen und Maustechnologien. Die Infrastruktur und die Geräteausstattung der Einheit erlaubt die Durchführung klassischer Klonierungen und Rekombinationen, PCR (Polymerase Kettenreaktion) und Southern-Blot-Analysen, die Kultivierung von embryonalen Stammzellen und Mikroinjektionen jeweils nach dem neuesten Stand der Technik.

Neben dem Einsatz in der Stammzellforschung und Entwicklungsbiologie werden die oben genannten Geräte und Technologien auch bei der effizienten Umsetzung menschlicher Krankheiten in präklinische Modelle herangezogen. Ein solcher Ansatz erlaubt die qualifizierte Prüfung neuer therapeutischer Strategien in in vivo-Modellen, die die Situation im Menschen bestmöglich widerspiegeln, und so einen wichtigen Beitrag bei der Umsetzung biomedizinischer Erkenntnisse zum Wohle der Patienten leisten.