2017 NMFZ Preis an Dr. Lena Kranz

Mainz, Juni 2017 – Dr. Lena Kranz hat für ihre Doktorarbeit den 2017 von der Universitätsmedizin Mainz vergebenen Preis des Naturwissenschaftlichen-Medizinischen Forschungszentrums (NMFZ) gewonnen. Das NMFZ fördert Konzepte im Bereich der Forschung über die molekularen Aspekte des Aufbaus und der Funktion biologisch aktiver Systeme, die aus einer interdisziplinären Zusammenarbeit von mindestens zwei Angehörigen verschiedener Fachbereiche der Johannes Gutenberg-Universität entstanden sind, und vergibt in diesem Rahmen für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten diesen Forschungspreis. TRON, mit der Dr. Kranz während ihrer Doktorarbeit sehr eng kooperiert hat, gratuliert ihr zu diesem Erfolg!

Während ihrer Promotion beschäftigte sich Dr. Lena Kranz mit der Entwicklung einer auf Boten-RNA (mRNA) basierenden Krebsvakzine zur intravenösen Applikation mit dem Ziel, durch gezielte Translation der kodierten Tumorantigene in antigenpräsentierenden Zellen eine systemische, antitumorale Immunantwort auszulösen.  Im Juni letzten Jahres veröffentlichte sie unter der Leitung von Prof. Dr. Ugur Sahin am Forschungszentrum für Immunologie (Fachbereich Medizin) und in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Peter Langguth vom Institut für Pharmazie und Biochemie (Fachbereich Pharmazie) sowie den Partnern TRON und BioNTech das erste Beispiel einer intravenös applizierbaren und klinisch relevanten Krebsvakzine im Wissenschaftsmagazin Nature (Link zum Artikel).  Erste Ergebnisse einer Phase I Melanomstudie, u.a. am Universitätsklinikum Mainz, zur Untersuchung von Dosierung, Sicherheit und Verträglichkeit, zeigen trotz extrem niedriger Dosierung eine starke T-Zellantwort und ein Typ-I-Interferon-geprägtes Zytokinprofil, bei gleichzeitig sehr guter Verträglichkeit auch bei höheren Dosen.

In den letzten Jahren gab es auf dem Gebiet der Krebsimmuntherapie erstmals durchschlagende Erfolge zu verzeichnen. Diese zielgerichtete und fast nebenwirkungsfreie Therapie befindet sich auf dem Vormarsch und wird die Zukunft der Krebstherapie entscheidend mitbestimmen und gestalten.